„Die Zukunft hängt davon ab, was wir heute tun.“
– Mahatma Gandhi –
Feste soll man feiern, wie sie fallen, sagt man. Am Montag jährte sich die Gründung von Paul M. Müller zum 70. Mal. Für uns ein Grund, bewusst innezuhalten, gemeinsam anzustoßen und auch einen Blick in die Vergangenheit zu wagen – auf sieben Jahrzehnte voller Veränderungen, mutiger Entscheidungen, engagierter Menschen und herausfordernder Zeiten.
Die Geschichte von Paul M. Müller nahm 1956 mit der Gründung in Straßlach ihren Anfang. Die ersten Jahre nach der Übernahme durch Dr. Schurz und Herrn Hoffmann spielten sich jedoch nicht in modernen Bürogebäuden oder großen Logistikzentren ab, sondern in einer Münchener Wohnung. Die Buchhaltung saß im Schlafzimmer, das Schreibbüro im Kinderzimmer, das Chefbüro im Wohnzimmer – und der Drucker fand seinen Platz auf der Badewanne. Was heute fast nostalgisch klingt, zeigt: Unternehmerischer Erfolg beginnt selten mit perfekten Voraussetzungen, sondern mit Menschen, die Verantwortung übernehmen und den Mut haben, anzufangen.
Damals konnte niemand ahnen, wohin die Reise einmal führen würde. Was es aber bereits brauchte, war Mut. Diesen Mut brauchte es später auch, als aus einem auf Fernost spezialisierten Importeur Schritt für Schritt ein breiter aufgestelltes Lebensmittelunternehmen wurde. Mein Vater baute das Europageschäft auf und legte damit einen wichtigen Grundstein für die Entwicklung, die wir bis heute fortsetzen. Auch der Umzug von München nach Oberhaching im Jahr 1991 war eine Entscheidung, die Weitblick und Vertrauen erforderte.
Rückblickend erscheinen solche Schritte oft selbstverständlich. Zum damaligen Zeitpunkt waren sie es nicht. Vielleicht ist genau das die wichtigste Erkenntnis aus 70 Jahren Unternehmensgeschichte: Jede Generation steht vor ihren eigenen Herausforderungen. Entscheidend ist nicht, ob Veränderungen kommen. Entscheidend ist, wie wir ihnen begegnen. Heute leben wir in einer Zeit großer Unsicherheit. Geopolitische Spannungen, volatile Rohstoffmärkte, steigende Anforderungen an Nachhaltigkeit und eine schwache Konjunktur beschäftigen unsere Branche jeden Tag. Gleichzeitig erwarten Kunden zu Recht Qualität, Verlässlichkeit und wettbewerbsfähige Preise.
Doch wer auf 70 Jahre Unternehmensgeschichte zurückblicken darf, weiß auch: Gute Jahre und schwierige Jahre gehören dazu. Herausforderungen ebenso. Wichtig ist, dass man bereit bleibt, sich weiterzuentwickeln. Genau deshalb möchten wir den Blick in den kommenden Wochen bewusst nach vorne richten. Unter dem Titel „Zukunftsmut“ stellen wir Ihnen in den Food News und auf unseren Social-Media-Kanälen Menschen aus unserer Branche vor, die Chancen erkennen, Verantwortung übernehmen und Dinge anpacken. Und natürlich erwarten Sie auch in dieser Ausgabe wieder Entwicklungen aus den internationalen Rohwarenmärkten und Themen, die die Branche derzeit bewegen.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine inspirierende Lektüre unserer aktuellen Food News – und immer genug Zukunftsmut.
Herzlichst,
Ihr Thomas Schneidawind
In Griechenland hat die Aprikosenernte begonnen, während die Pfirsichernte unmittelbar bevorsteht. Damit lassen sich erste Einschätzungen zu Erntemengen und Preisentwicklungen treffen.
Unser Partner erwartet für beide Obstsorten eine gute Ernte. Bei Pfirsichen wird aktuell mit einer Menge von rund 400.000 Tonnen gerechnet, was einem Anstieg von über 30 Prozent gegenüber 2025 entspräche. Trotz der höheren Verfügbarkeit bleibt das Preisniveau für die Rohware hoch. Niedrigere Preise würden die wirtschaftliche Attraktivität des Pfirsichanbaus gefährden und könnten dazu führen, dass Erzeuger auf alternative Kulturen wie Baumwolle oder Tabak ausweichen. Hinzu kommt, dass der vergleichsweise hohe Anteil kleinerer Früchte die Produktion von Dosenobst erschwert und es kaum verfügbare Lagerbestände aus der Vorsaison gibt. Vor diesem Hintergrund rechnet unser Partner bei Pfirsichkonserven derzeit mit Preissteigerungen von durchschnittlich 5 bis 7 Prozent. Größere Abweichungen sind jedoch möglich, da die Preisgestaltung bereits im vergangenen Jahr je nach Hersteller stark variierte. Konkretere Aussagen werden Anfang Juli nach Packbeginn erwartet.
Bei Aprikosen wurde die Produktion am 12. Juni mit einem Probelauf aufgenommen. Seit dem 15. Juni läuft die reguläre Verarbeitung. Belastbare Rohwarenpreise liegen inzwischen je nach Region vor und bewegen sich auf Vorjahres-Niveau: Auf dem Peloponnes, wo die Rohware qualitativ am besten ausfällt, kostet das Kilogramm 0,45 Euro. In Larissa liegt der Rohwarenpreis bei 0,42 Euro je Kilogramm. Nach Einschätzung unseres Experten ist im weiteren Saisonverlauf mit steigenden Preisen zu rechnen. Ein wesentlicher Grund dafür ist die hohe Nachfrage der Tiefkühlindustrie.
Sowohl bei Aprikosen als auch bei Pfirsichen aus Griechenland wirken derzeit mehrere Faktoren preistreibend. Dazu zählen gestiegene Energiekosten infolge des Konflikts zwischen Iran und Israel sowie höhere Lohnkosten. Letztere sind notwendig, um ausreichend Arbeitskräfte für die Tätigkeit in den Produktionsbetrieben bei hohen Temperaturen zu gewinnen.
In China ist die Aprikosenernte bereits seit Ende Mai abgeschlossen. Die Erntemenge liegt etwa 30 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Gleichzeitig sind die Rohwarenpreise gegenüber 2025 um etwa 30 Prozent gestiegen. Wie sich die Preise für Dosenware entwickeln, lässt sich aktuell nicht verlässlich einschätzen. Hintergrund ist die hohe Nachfrage der Tiefkühlindustrie, die mit den Konservenherstellern um die verfügbare Rohware konkurriert. Experten vor Ort schätzen die Produktion von Dosenaprikosen daher nur auf etwa die Hälfte des Vorjahresvolumens.

Die Ananas-Saison in Thailand läuft auf Hochtouren – doch die Sommerernte fällt gering aus. Die Preise kletterten im Mai von 6,20-6,35 THB auf 7,50-8,20 THB pro Kilogramm Rohware. Auch im Juni blieb das Angebot knapp, sodass die Kosten auf 8,30-9,20 THB je Kilogramm Rohware stiegen (Stand: 11. Juni 2026). Hinzu kommt: Durch die trockene Witterung fallen die Früchte überwiegend klein aus. Das schränkt insbesondere die Produktion von Scheibenananas ein. Bereits seit der dritten Juniwoche wurde die Produktion vieler Verarbeiter auf drei bis vier Tage pro Woche reduziert. Mit dem Produktionsende rechnen die Packer ab Mitte/Ende Juli.
Auch der Ausblick auf die Winterernte bleibt angespannt. Der Verband thailändischer Lebensmittelverarbeiter (TFPA) geht von einem verspäteten Saisonstart Ende Oktober und einem stark reduzierten Angebot aus. Grund dafür sind die anhaltenden Auswirkungen des Wetterphänomens El Niño. Mit einer erwarteten Erntemenge von 70.000 Tonnen pro Monat zwischen Oktober und Dezember würde die Gesamtmenge für 2026 bei unter einer Million Tonnen liegen. Somit könnten die Preise zum Jahresende erneut das Niveau aus dem Jahr 2024 erreichen, als für ein Kilogramm Ananas bis zu 12 THB gezahlt wurden.

Was macht für euch ein gutes Wirtshaus aus?
Peter Reichert: Bodenständigkeit, Regionalität und freundlicher Service. Und eine gewisse Bierkultur. Es gibt schließlich auch eine Glas- oder Tischkultur – und für mich gehört dazu ebenso die Art, wie Bier ausgeschenkt und präsentiert wird. Es geht nicht nur um das Produkt selbst, sondern auch um Atmosphäre und Wertschätzung. Deshalb legen wir im Donisl beispielsweise großen Wert auf Holzfassbier.
Franziska Kohlpaintner: Außerdem braucht ein gutes Wirtshaus eine entspannte Atmosphäre. Gäste sollen hereinkommen und sofort das Gefühl haben, willkommen zu sein. Vor allem aber braucht ein Wirtshaus eine Seele. Die entsteht durch die Menschen – durch die Wirtsleute und die Mitarbeitenden –, aber auch durch den Raum selbst. Im Donisl hängen viele persönliche Gegenstände, Sammlerkrüge oder Instrumente an den Wänden. Dadurch entsteht ein Ambiente, das gewachsen wirkt und die Geschichte des Hauses spürbar macht.
Ihr habt den Donisl in den vergangenen Jahren mit Formaten wie „Tanz in Tracht“ oder dem „Kulinarium“ modern weiterentwickelt. War diese Ausrichtung von Anfang an geplant?
Franziska Kohlpaintner: Nein, überhaupt nicht. Das hat sich Schritt für Schritt entwickelt. Peter hat den Donisl 2021 – mitten in der Corona-Zeit – übernommen. Damals ging es zunächst vor allem darum, den Betrieb am Laufen zu halten, Mitarbeitende zu finden und überhaupt eine stabile Basis zu schaffen.
Peter Reichert: In dieser Phase denkt man nicht sofort über große Eventkonzepte nach. Da geht es erst einmal darum, durchzukommen.
Franziska Kohlpaintner: Alles Weitere hat sich eigentlich sehr organisch gemeinsam mit unseren Gästen entwickelt. Man spürt mit der Zeit, welche Formate angenommen werden und wohin sich ein Haus weiterentwickeln kann.
Mit dem „Kulinarium“ habt ihr bewusst versucht, neue Zielgruppen für den Donisl zu gewinnen. Was steckt hinter dem Konzept?
Franziska Kohlpaintner: Wir wollten zeigen, dass Wirtshausküche und Fine Dining kein Widerspruch sein müssen. Deshalb laden wir Spitzenköche und -köchinnen in den Donisl ein, die gemeinsam mit uns Menüs entwickeln. Wichtig ist uns dabei aber immer, dass die Wirtshaus-DNA erhalten bleibt. Unser Anspruch ist: gehoben, aber nicht abgehoben. Wir wollen keine Pinzettenküche. Es soll immer nahbar bleiben und eine Hommage an die bayerische Wirtshausküche sein. Gleichzeitig haben wir dadurch auch Gäste erreicht, die vielleicht seit vielen Jahren nicht mehr im Donisl waren. Manche sagen uns nach einem Abend: „Ich wäre sonst nie hereingegangen.“ Und plötzlich entdecken sie das Wirtshaus neu.
Peter Reichert: Grundsätzlich ist jedes kulinarische Erlebnis ist für uns eine Inspirationsquelle. Selbst wenn wir irgendwo einen Pommes-Stand sehen, schauen wir uns um: Warum stehen die Leute an? Welche Kartoffeln verwenden sie? Wie funktioniert das Konzept?
Wie definiert ihr eure Zielgruppe?
Franziska Kohlpaintner: Das ist tatsächlich gar nicht so leicht zu beantworten, weil wir sehr unterschiedliche Bereiche haben – vom klassischen à-la-carte-Geschäft bis hin zu Veranstaltungen, Banketten oder eigenen Eventformaten. Grundsätzlich richtet sich den Donisl aber an Gäste, die sich für bayerische Wirtshauskultur interessieren und diese modern erleben möchten.
Hat sich die Erwartungshaltung in den vergangenen Jahren verändert?
Peter Reichert: Absolut. Die Menschen gehen heute bewusster aus. Es geht längst nicht mehr nur ums Essen oder Trinken, sondern viel stärker um das gesamte Erlebnis. Viele möchten sich bewusst Zeit nehmen, etwas erleben und einen Ort haben, an dem sie sich wohlfühlen. Früher hat es oft gereicht, einfach ein gutes Wirtshaus zu sein und die Tür aufzusperren. Heute muss man den Gästen deutlich mehr bieten und sich immer wieder neu Gedanken machen.
Franziska Kohlpaintner: Wir merken, wie wichtig echte Begegnungen geworden sind. Gastronomie ist ja immer auch ein sozialer Ort. Generationen kommen zusammen, tauschen sich aus und wollen für ein paar Stunden den Alltag hinter sich lassen.
Die Gesellschaft achtet derzeit stärker aufs Geld. Wie schafft man es trotzdem, Gäste für Gastronomie zu begeistern?
Peter Reichert: Die Menschen überlegen heute bewusster, wofür sie Geld ausgeben. Die bayerische Gastronomie ist im Vergleich oft gar nicht so teuer. Bei uns bekommt man für vergleichsweise wenig Geld ein gutes Essen mit regionalen Produkten und gutem Service. Das ist ein ehrliches Preis-Leistungs-Verhältnis. Und ein Wirtshaus hat auch den Vorteil, dass man nicht zwangsläufig ein großes Menü essen muss. Man kann genauso gut einfach auf ein Bier oder eine Kleinigkeit vorbeikommen.
Wie haben sich die Ess- und Ausgehgewohnheiten der Gäste in den vergangenen Jahren verändert – gerade in wirtschaftlich schwierigeren Zeiten?
Franziska Kohlpaintner: Die Gastronomie hat für ihr Publikum weiterhin einen hohen Stellenwert. Es geht heute viel stärker um das Gesamterlebnis. Viele Gäste gehen vielleicht etwas seltener aus, möchten sich dann aber ganz bewusst etwas Schönes gönnen. Gastronomie bedeutet ja nicht nur Essen und Trinken, sondern auch Begegnung, ein gutes Wirtshausgefühl und gemeinsame Zeit.
Der Donisl liegt mitten in der Münchner Innenstadt – aber etwas versteckt in einer Passage. Bringt diese Lage besondere Herausforderungen mit sich?
Peter Reichert: Passagenlagen gelten grundsätzlich eher als schwierig – egal ob im Einzelhandel oder in der Gastronomie. Viele erkennen von außen gar nicht, was sich hinter dem Donisl verbirgt.
Franziska Kohlpaintner: Genau das hören wir tatsächlich oft. Viele Gäste sagen hinterher, dass sie überrascht sind, wie groß und atmosphärisch das Wirtshaus innen wirkt. Die Lage direkt am Marienplatz ist trotzdem ein großes Privileg. Wir haben es in vielen Dingen sicher einfacher als ein Gasthof auf dem Land.
Wie funktioniert die Belieferung mitten in der Innenstadt?
Franziska Kohlpaintner: Wir dürfen nur zwischen 6 und 10 Uhr beliefert werden. Deshalb beginnt bei uns der Tag sehr früh. In diesem Zeitraum kommt praktisch alles rein – Fleisch, Fisch, Gemüse oder Getränke. Wir arbeiten mit vielen regionalen Lieferanten zusammen. Fleisch aus dem Werdenfelser und Murnauer Land oder Fisch vom Walchensee. Qualität beginnt für uns beim Einkauf.
Regionalität spielt bei euch generell eine große Rolle. Wie zentral ist dieser Aspekt heute für die Gäste?
Peter Reichert: Gerade bei der bayerischen Küche spielt der Einkauf eine enorme Rolle. Der beste Koch bringt nichts, wenn die Qualität des Fleisches nicht stimmt. Deshalb achten wir sehr genau darauf, mit welchen Produzenten wir zusammenarbeiten.
Die Gastronomie kämpft seit Jahren mit Fachkräftemangel. Wie erlebt ihr das im Alltag?
Peter Reichert: Gute Mitarbeitende zu finden, ist deutlich schwieriger geworden. Das betrifft aber alle Branchen – nicht nur die Gastronomie.
Franziska Kohlpaintner: Es ist heute umso wichtiger, ein gutes Arbeitsumfeld zu schaffen. Wenn Abläufe funktionieren und die Mitarbeitenden ihren Rücken frei haben, arbeiten Menschen auch gerne in der Gastronomie. Ein Koch ist schlecht gelaunt, wenn Geräte nicht funktionieren oder entscheidende Zutaten fehlen. Ein Kellner ist schlecht gelaunt, wenn die Kasse ausfällt oder das Bier warm ist. Am Ende geht es darum, dass sich die Mitarbeitenden auf ihre eigentliche Aufgabe konzentrieren können – Gastgeber zu sein.
Parallel zum Donisl führt ihr auch die Bräurosl auf dem Münchner Oktoberfest. Wie unterschiedlich sind diese beiden Welten?
Franziska Kohlpaintner: Ein Wiesn-Tag ist im Grunde wie eine Woche – manchmal sogar wie ein ganzer Monat – im regulären Betrieb. Die Dynamik ist komplett anders und vieles passiert in einer viel höheren Geschwindigkeit. Auf der Wiesn muss innerhalb kürzester Zeit reagiert werden. Wenn dort etwas ausfällt, kann man nicht sagen: „Der Techniker kommt nächste Woche.“ Da muss sofort eine Lösung her.
Peter Reichert: Im Donisl arbeiten ungefähr 50 Personen, auf der Wiesn sind es rund 500. Allein im Service sind etwa 240 Mitarbeitende im Einsatz.
Wie lange laufen die Vorbereitungen für die Wiesn?
Franziska Kohlpaintner: Eigentlich beginnt die Planung schon während der laufenden Wiesn. Viele Dinge werden direkt analysiert oder für das nächste Jahr besprochen. Und dann gilt: Nach der Wiesn ist vor der Wiesn. Erst kommt der komplette Abbau und die Nachbereitung. Wirklich ruhig wird es eigentlich nur kurz im Dezember – und danach startet die Planung schon wieder von vorne.
Auch die Wiesn hat sich kulinarisch verändert. Welche Rolle spielen vegetarische Gerichte heute?
Franziska Kohlpaintner: Eine deutlich größere als noch vor einigen Jahren. Ursprünglich gab es auf dem Oktoberfest ausschließlich Hendl, das hat sich über die vielen Jahre verändert. Auch, wenn das Wiesnhendl nach wie vor das beliebsteste Wiesnessen ist, erwarten die Gäste viel mehr Vielfalt, auch vegetarisch oder vegan. Gerade in diesem Bereich verändert sich jedes Jahr unglaublich viel. Da probieren wir auch immer wieder neue Dinge aus und schauen, was bei den Gästen gut ankommt.
Peter Reichert: Gäste möchten eben nicht mehr nur einen Salat mit Ziegenkäse essen, sondern auch vegetarisch etwas wirklich Reichhaltiges auf dem Teller haben, um eine gute Grundlage für den Festzelt-Besuch zu haben.
Sowohl mit dem Donisl als auch mit der Bräurosl gebt ihr auf Instagram sehr persönliche Einblicke hinter die Kulissen. Wie unverzichtbar ist es heute, als Gastronomiebetrieb auch eine persönliche Marke aufzubauen?
Franziska Kohlpaintner: Eine sehr große Rolle. Wir haben aber gelernt, dass Authentizität wichtiger ist als Perfektion. Die spontanen, echten Einblicke funktionieren meistens besser als komplett durchinszenierte Inhalte. Wir haben zwischendurch auch immer wieder mit Agenturen gearbeitet, sind davon aber häufig wieder weggegangen. Die professionellen Aufnahmen funktionieren oft gar nicht so gut wie ein ehrlicher Blick hinter die Kulissen.
Wenn ihr in eine Glaskugel schauen könntet: Wo stehen der Donisl und die Bräurosl in 20 Jahren?
Franziska Kohlpaintner: Zum Glück können wir nicht in die Glaskugel schauen. Genau das macht die Gastronomie ja so spannend. Man weiß nie genau, wie sich Bedürfnisse verändern werden. Die Branche bleibt ständig in Bewegung.
Peter Reichert: Ich glaube aber schon, dass Veranstaltungen und Bankette künftig noch wichtiger werden. Das ist deutlich planbarer als das klassische à-la-carte-Geschäft. Gleichzeitig muss man sich dieses Vertrauen über Jahre erarbeiten. Wenn jemand eine Firmenveranstaltung oder einen großen Geburtstag plant, möchte er sicher sein, dass alles funktioniert.
Franziska Kohlpaintner: Der persönliche Kontakt wird immer entscheidend bleiben. Menschen suchen heute Orte, die authentisch wirken und an denen sie sich wirklich wohlfühlen. Und am Ende bleibt die Grundlage immer dieselbe: Essen, Trinken und Menschen. Wenn diese drei Dinge zusammenpassen, funktioniert auch ein Wirtshaus.
Zur Person:
Peter Reichert und Franziska Kohlpaintner führen gemeinsam das Münchner Traditionswirtshaus Donisl am Marienplatz sowie das Wiesn-Festzelt Bräurosl. Bereits vor der Übernahme des Donisl im Jahr 2021 hatte sich Reichert als Gastronom einen Namen gemacht – unter anderem als Betreiber des Hotels und Gasthofs Seehof in Herrsching am Ammersee sowie als Wirt des Zelts „Zur Schönheitskönigin“ auf der Oidn Wiesn. Er ist zudem leidenschaftlicher Musikant und gilt als erfahrener Gastgeber mit enger Verbindung zur bayerischen Wirtshaus- und Wiesnkultur. Franziska Kohlpaintner wechselte nach vielen Jahren in der Selbstständigkeit in der Trachtenbranche vor vier Jahren in die Betriebe ihres Partners – ohne klassische Gastro-Ausbildung, aber mit einem ausgeprägten Dienstleistungsgedanken und der klaren Perspektive des Gastes.
Auf unserer neuen Adria-Webseite widmen wir uns monatlich einem anderen Produkt – inklusive spannender Hintergrundinformationen. Im Juni ist es der Adria Fruchtcocktail leicht gezuckert. Er bringt nicht nur Sommerflair auf den Teller, sondern auch fruchtige Frische auf Buffet, Dessertkarte und Frühstückstisch. Ananas, Birnen, Trauben, Kirschen und Pfirsiche sind harmonisch kombiniert, sofort einsatzbereit und sorgen im Handumdrehen für sommerliche Genussmomente.
Ob Quarkspeisen, Eisbecher oder kreative Desserts – der Fruchtcocktail überzeugt mit zuverlässiger Qualität, lässt sich sauber portionieren und eignet sich ideal für den professionellen Einsatz in Gastronomie, Hotellerie und Gemeinschaftsverpflegung. Erhältlich ist er in den Gebindegrößen 500 g, 1.500 g und 3.000 g Abtropfgewicht und passt damit zu unterschiedlichsten Anforderungen im Küchenalltag.
Sie suchen eine exotische Alternative? Dann probieren Sie den Adria Tropischen Fruchtcocktail mit Papaya, Ananas, Guave und Passionsfrucht (1.840 g Abtropfgewicht).
Mehr Infos auf unserer Webseite we-love-adria.com.

Der Thunfisch in diesem Produkt stammt aus einer Fischerei, die den MSC-Standard für ökologische Nachhaltigkeit erfüllt. Das bedeutet, dass sie ihre Auswirkungen auf das Ökosystem minimiert, gut geführt wird und Fischbestände für die Zukunft erhält.
Weitere Informationen finden Sie unter msc.org.

Das Team von Paul M. Müller wächst weiter: Qing Du unterstützt ab sofort Isabella Gambs in der Buchhaltung. Die in München lebende Buchhalterin bringt fundierte Erfahrung aus ihrer bisherigen Tätigkeit mit. Für sie ist die Lebensmittelbranche ein neues Umfeld, dem sie mit großer Offenheit begegnet. Ausschlaggebend für ihren Einstieg war insbesondere die Unternehmenskultur: „Ich fühle mich hier sehr wohl – Paul M. Müller ist wie eine große Familie“, sagt Qing Du. In ihrer neuen Rolle möchte sie ihre Expertise gezielt einbringen und zugleich neue Perspektiven gewinnen: „Ich freue mich darauf, meine Erfahrung in der Buchhaltung zu teilen und die Lebensmittelbranche besser kennenzulernen.“ Herzlich willkommen, Qing!
Ein besonderes Jubiläum und eine besondere Auszeichnung: Unsere Geschäftsführer Thomas Schneidawind (r.) und Fabian Kretschmer wurden von der IHK für München und Oberbayern mit einer Jubiläumsurkunde ausgezeichnet. Mit der Urkunde würdigt die IHK das 70-jährige Bestehen von Paul M. Müller.
„Seit der Gründung haben sich Märkte, Produkte, Lieferketten und die Welt, in der wir arbeiten, grundlegend verändert. Was geblieben ist, sind Werte wie Mut, Verlässlichkeit und die Freude daran, gemeinsam etwas aufzubauen. Dieses Jubiläum erfüllt mich deshalb vor allem mit Dankbarkeit – gegenüber den Menschen, die dieses Unternehmen aufgebaut haben, und gegenüber unseren Mitarbeitenden, Kunden, Lieferanten und Partnern, die Paul M. Müller über viele Jahre begleitet und geprägt haben“, sagt Thomas Schneidawind. Fabian Kretschmer ergänzt: „Gerade in einer Zeit, in der sich Rahmenbedingungen immer schneller verändern, sind diese Werte wichtiger denn je. Darauf möchten wir auch in den kommenden Jahren aufbauen.“

Steigende Kosten, veränderte Märkte, neue Anforderungen: Die Food-Branche steht immer wieder vor Herausforderungen. Gleichzeitig beweisen Unternehmen, wie dynamisch sie agieren können. Das fasziniert und inspiriert uns – und war der Anstoß für unsere neue Interviewreihe.
Wir sprechen mit starken Unternehmer:innen und Entscheider:innen, die mit Zuversicht nach vorne blicken, Chancen erkennen und aktiv die Zukunft der Branche mitgestalten. Den Auftakt macht Johannes Dettendorfer von der Spedition Dettendorfer. Was begeistert ihn aktuell an seiner Branche? Welche Ideen oder Innovationen inspirieren ihn? Wie können wir seiner Meinung nach von Veränderungen lernen? Und was wünscht er sich für die Zukunft? All das verrät Johannes Dettendorfer schon bald im Interview. Wer uns auf LinkedIn oder Instagram folgt, ist immer bestens informiert.
Sie haben ebenfalls Zukunftsmut und sind bereit, diesen mit anderen zu teilen? Dann freuen wir uns darauf, von Ihnen zu hören – gern mit einer kurzen Nachricht an info@paulmmueller.com.

Obwohl wir die von uns beanspruchten Quellen als verlässlich einschätzen, übernehmen wir für die Vollständigkeit und Richtigkeit der hier wiedergegebenen Informationen keine Haftung.
Sie möchten uns eine Geschichte erzählen oder Erfahrungen aus der Branche mit uns teilen? Sie haben Feedback für uns? Fotos oder Stories? Wir möchten Sie einladen, den PMM-Marktbericht aktiv mitzugestalten, und wir freuen uns über jeden Beitrag, jede Anregung und jede Kritik. DANKE, dass Sie sich die Zeit zum Lesen genommen haben und ein Teil unserer PMM Community sind.
Wir versorgen Sie mit frischen Branchen News und informativen Interviews - einfach Ihren Namen und E-Mail-Adresse eingeben und auf "Anmelden" klicken!
erreichen Sie uns montags – freitags von 7:30 – 17:00 Uhr.