Zukunftsmut: Franziska Weidner im Interview

Mit unserer Interviewreihe „Zukunftsmut“ stellen wir Menschen vor, die unsere Branche mit Leidenschaft gestalten und auch in herausfordernden Zeiten optimistisch nach vorne blicken. Heute: Franziska Weidner.

Mitten in der Corona-Pandemie gründete Franziska Weidner ihr Unternehmen Food Trucks United – und hat bis heute ihre Überzeugung nicht verloren: Zukunft beginnt mit der Entscheidung, Dinge selbst in die Hand zu nehmen.

Frau Weidner, was begeistert Sie aktuell besonders an Ihrer Branche?

Ich habe das große Glück, deutschlandweit unterwegs zu sein und viele verschiedene Facetten der Branche kennenzulernen. Genau das begeistert mich. Es ist immer abwechslungsreich. Wer bereit ist, sich mit der Zeit weiterzuentwickeln und neuen Dingen offen gegenüberzustehen, hat die Möglichkeit, immer am Zahn der Zeit zu bleiben. Man muss nicht starr seinen Stiefel durchziehen, sondern kann sich mitverändern – und so auch weiterhin erfolgreich sein.

Woher nehmen Sie Ihren Optimismus, Mut und Tatendrang für die Zukunft?

Das ist jeden Tag Arbeit. Ich stehe jeden Morgen auf und frage mich bewusst: Was will ich – und was will ich vielleicht vor allem nicht mehr? Ich brauche keinen Jahreswechsel und auch keinen besonderen Anlass, um etwas zu verändern. Ich brauche ja auch keinen Valentinstag, um jemandem zu sagen, dass ich ihn gern habe. Ich habe jeden Tag selbst die Entscheidung, wie ich reagiere und was ich aus meiner Situation mache. Das ist ein großes Glück und ein großes Geschenk. Viel Mut schöpfe ich daraus, dass ich mir bewusst mache, was ich erlebt habe, was ich nicht mehr möchte und wo ich eigentlich hinwill. Wenn ich mir etwas in den Kopf gesetzt habe und es wirklich will, dann erreiche ich das auch. Dieser Mut entsteht aus dem Wunsch heraus, die Situation zu verändern.

Welche Entwicklungen beobachten Sie aktuell besonders?

Ich bin beim Thema Robotik und Künstliche Intelligenz eher vorsichtig. Wir erleben immer wieder, dass Menschen nicht nur wegen des Essens kommen, sondern wegen der Menschen und des Happenings, das entsteht. Diese Menschlichkeit, die wir in der Gastronomie haben, kann uns niemand nehmen. Sie wird nie etwas ersetzen können – mich in meiner Art und meinem Wesen schon mal gar nicht. Das gibt mir Kraft.

Was können wir aus den aktuellen Veränderungen lernen?

Die Welt steht nie still – und deshalb sollten wir auch nicht stillstehen. Ich habe mich während der Coronazeit nicht beirren lassen und meine Firma gegründet. Ich glaube, wir können immer selbst beeinflussen und entscheiden, wie uns eine Situation betrifft. Es liegt ganz viel in unserer eigenen Entscheidungskraft, was wir aus den Umständen machen möchten.

Was gibt Ihnen persönlich Zukunftsmut?

Im Moment ist es der Wunsch, einfach glücklich zu sein und aus dem, was ich geschaffen habe, etwas zu machen. Mein Mitarbeiter sagt immer: „Franzi, eigentlich wäre es total egal. Selbst wenn du Socken verkaufen würdest, würdest du das mit einer Perfektion machen, weil du alles, was du machen willst, richtig gut machst.“ Das Bewusstsein, dass ich das, was ich mit Herz und Leidenschaft mache, auch gut mache, gibt mir viel Kraft.

Was möchten Sie anderen Unternehmerinnen und Unternehmern mitgeben?

Einfach machen. Nicht zu viel überlegen, sondern sich wirklich trauen. Ich habe mir als Ziel gesetzt, dass ich nie sagen möchte: „Was wäre wenn?“ oder „Hätte ich doch mal.“ Genau das möchte ich mir später nie vorwerfen müssen.

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Thomas Schneidawind

Geschäftsführer, Ansprechpartner für Bohnen, Kapern, Paprika, Peperoni und Tomatenprodukte

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