Vertrouwen in de toekomst: Jeanette Gonnermann im Interview

Unsere Interviewserie „Zukunftsmut“ geht in die nächste Runde. Darin stellen wir Menschen vor, die unsere Branche mit Leidenschaft gestalten und auch in herausfordernden Zeiten optimistisch bleiben.

Heute im Gespräch: Jeanette Gonnermann, Geschäftsführerin des Hamburger Waren-Vereins.

Frau Gonnermann, was begeistert Sie aktuell besonders an Ihrer Branche?

Jeanette Gonnermann: Mich begeistert nach wie vor die Vielseitigkeit – sowohl der Themen als auch der Produkte. Vor allem beeindruckt mich die Leidenschaft der Unternehmerinnen und Unternehmer. Viele Familienunternehmen blicken auf eine lange Geschichte zurück und entwickeln sich trotz aller Herausforderungen kontinuierlich weiter. Diese Begeisterung für die eigenen Produkte und die Bereitschaft, immer wieder neue Wege zu gehen, machen die Branche für mich so spannend.

Welche Innovationen werden Ihrer Meinung nach noch unterschätzt?

Jeanette Gonnermann: Produktinnovationen gibt es einige. Wirklich großes Potenzial sehe ich jedoch vor allem in der Digitalisierung der Lieferketten und im Sourcing. Unternehmen müssen ihre Beschaffung heute deutlich flexibler gestalten – etwa durch Second Sourcing oder neue Bezugsquellen innerhalb Europas. Spannend finde ich außerdem Geschäftsmodelle von Food-Startups, die sich etabliert und zu erfolgreichen Lebensmittelunternehmen entwickelt haben. Dort geht es längst nicht mehr nur um den Import und den klassischen Handel, sondern auch um den direkten Kontakt zu Verbraucherinnen und Verbrauchern sowie den Aufbau einer eigenen Community. Ich glaube, genau hier müssen sich traditionelle Importmodelle weiterentwickeln.

Was können wir aus den aktuellen Veränderungen lernen?

Jeanette Gonnermann: Vor allem, dass nichts mehr selbstverständlich ist. Unternehmen müssen heute bereit sein, sich ständig anzupassen. Ob geopolitische Konflikte, neue Zölle oder unterbrochene Lieferketten – Entwicklungen, die andere in den Nachrichten verfolgen, gehören für uns längst zum Arbeitsalltag. Deshalb sind gute Netzwerke, verlässliche Informationen und die Bereitschaft, flexibel zu bleiben, heute wichtiger denn je.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft der Branche?

Jeanette Gonnermann: Vor allem mehr Verlässlichkeit und bessere Planbarkeit. Gerade mit Blick auf die Regulierung aus Brüssel erleben wir häufig, dass Vorgaben mehrfach geändert werden oder der Praxisbezug fehlt. Ich wünsche mir, dass Unternehmen früher in politische Entscheidungsprozesse eingebunden werden. Genau hier sehe ich auch die wichtige Aufgabe der Verbände: die Interessen der Unternehmen zu vertreten und die praktische Perspektive in die politischen Diskussionen einzubringen.

Was gibt Ihnen persönlich Zukunftsmut?

Jeanette Gonnermann: Meine Kinder! Sie betrachten viele Dinge mit einer Leichtigkeit und einem Optimismus, den wir Erwachsenen oft verloren haben. Vor Kurzem spielten sie gemeinsam Federball. Mein Sohn war frustriert, weil es nicht gleich funktionierte. Da sagte seine Schwester einfach: „Du bist gut genug.“ Dieser Satz hat ihn motiviert, weiterzumachen – und tatsächlich wurde er immer besser. Ich glaube, genau diese Haltung können wir uns auch als Erwachsene bewahren: Herausforderungen annehmen, an sich glauben und sich nicht entmutigen lassen. Grundsätzlich versuche ich immer, das Positive zu sehen. Für mich ist das Glas immer halb voll. Diese Einstellung hilft mir, auch in schwierigen Zeiten optimistisch nach vorne zu blicken.

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Algemeen directeur, Contactpersoon voor Bonen, kappertjes, paprika's, pepers en tomatenproducten

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