Wir als Team!

Willkommen im neuen Jahr, liebe PMM-Fans! Ich sehe weiterhin so manche Hürde, aber auch viele Chancen für 2023.

Natürlich sind wir bei PMM keine Allround-Genies wie obiger da Vinci. Doch wir geben uns alle große Mühe. Wir sind ein tolles Team, dessen Durchschnittsalter übrigens unter 40 Jahren liegt, neuen Schwung in das Unternehmen bringt und für gute Stimmung sorgt. Wie zum Beispiel unser neuer „Mitarbeiter“ PAOLO ROSSI, dem nur die allerbesten italienischen Tomaten schmecken. Genau die packen wir 2023 knackig frisch in die Dose und geben Sie an Sie weiter! By the way, auch unsere beliebte Thunfisch-Marke AVANTI präsentiert sich in neuem Look. Die Marke DONNA ROSA wird ebenfalls gerade komplett „runderneuert“. Zu guter Letzt sind die Markenmacher von PMM gerade mit PAUL´S beschäftigt – man darf wirklich gespannt sein, was hier im Laufe des Jahres noch alles kommt … 

Und die frisch gestaltete Website für ADRIA kommt immer besser an. Für Vertrieb und Logistik erhalten wir außerdem personelle Verstärkung. Denn obwohl wir uns alle der dramatischen Lage in der Welt bewusst sind, investieren wir in den Markt, in die Zukunft, in die Zuversicht. Wie auch unser Gesprächspartner Ferdinand Zinner. Lesen Sie das spannende Interview, das wir für den ersten Marktbericht dieses Jahres mit dem Münchner Gastronomen geführt haben. In diesem Sinne

Ihr Thomas Schneidawind.

Zusammenhalt

Ich möchte mich nicht an dem berühmten Ausspruch des großen deutschen Politikers und früheren Bundeskanzlers messen – anlehnen jedoch schon, gerade in dieser schwierigen, ja gefährlichen Zeit: Ohne Zusammenhalt ist alles nichts. Genau so empfinden wir gerade alle. Das Motto gilt aber nicht nur bei uns im Unternehmen, sondern auch gegenüber unseren Partnern im Ursprung, im Lieferbusiness und im Handel. Seien wir ehrlich: Hätte mir jemand 2019 gesagt, dass uns eine weltweite Pandemie, die immer noch nicht ganz bewältigt ist, droht, ein russischer Angriffskrieg in Europa, eine Energiekrise schlimmer als jene der 1970er-Jahre sowie Inflationsraten von zehn Prozent mit brisanten Firmenpleiten … Man hätte ihn wohl für verrückt erklärt.

Jetzt müssen wir gemeinsam einen kühlen Kopf bewahren und da durch. Deshalb haben wir erst recht in unsere Kommunikation, in unsere Produktrange, in unsere Manpower investiert. Und selbstverständlich behalten wir die Entwicklungen auf den Märkten genauer denn je im Auge. Auch im letzten PMM-Marktbericht dieses Jahres klären wir über Ernten, Preise, Trends und Probleme auf. Lesen Sie, was Sache ist, worauf es ankommt. Ich wünsche Ihnen dazu möglichst entspannte und ruhige Minuten.

Ihr Thomas Schneidawind

Urlaub und Realität

Viele kommen gerade gut erholt aus dem wohlverdienten Jahresurlaub zurück, doch die harte Realität holt uns schnell wieder ein. Privat: Der Italiener um die Ecke hat auf einmal einen zusätzlichen Tag in der Woche geschlossen, selbst edle Gourmetrestaurants sind plötzlich nur noch von Dienstag bis Samstag geöffnet. Das Gemüse auf dem Wochenmarkt ist schon wieder teurer geworden, die Croissants beim Bäcker auch. Geschäftlich: Lieferanten kündigen massive Preiserhöhungen an, Verträge lösen sich in Luft auf, besprochene Abnahmen platzen, steigende Zinsen und der Abwertungsdruck beim Euro machen jede Kalkulation unsicher.

Natürlich wissen wir, woran das liegt, wer und was dafür verantwortlich ist. Wir wissen auch, dass viele Marktteilnehmer in unserer Branche mit dem Rücken zur Wand stehen, immer mehr Endkonsumtenn eher für Heizung und Strom bezahlen werden als für den gewohnten Restaurantbesuch oder den gut gefülten Einkaufswagen.

Ein gefährlicher Cocktail, mit dem wir wohl in der nächsten Zeit zurecht kommen müssen.
Trotzdem verlieren wir bei Paul M. Müller weder den Optimismus noch die Investitionsfreude. Unsere neue ADRIA-Website steht in den Startlöchern – seien Sie gespannt, wir sagen rechtzeitig Bescheid. Personell sind wir top aufgestellt, unsere langjährigen Lieferanten und Spediteure halten zu uns und wir unterstützen uns gegenseitig. Herausforderungen betrachten wir als Chance für die Zukunft. Denn diejenigen, die ihre Hausaufgaben gemacht haben und fähig sind, sich der neuen Situation anzupassen, werden auch morgen das Rennen machen.

Thomas Schneidawind

Zukunft gewinnen

Auf der Suche nach Orientierung können wir in Zukunft nur gewinnen, wenn wir in Bewegung bleiben. Deshalb ist es auch an der Zeit, den Marktbericht (übrigens der älteste in unserer Branche) aufzufrischen! Was mich bewegt, und was wir sonst noch alles geschafft und für Sie in Erfahrung gebracht haben, lesen Sie hier.

Wir verlieren unsere Kunden, ihre Wünsche und Nöte nie aus den Augen. Während meiner letzten Reise zu Lieferanten von Paul M. Müller (PMM) in Italien ist mir beispielsweise bewusst geworden, wie sehr die Hersteller im Dilemma stecken. Sie wissen um die leeren Märkte und spüren den Nachfragedruck aus dem Handel. Sie wollen produzieren, die Kapazitäten hochfahren und mehr liefern — doch sie können nicht. Die Reserven sind nach zweieinhalb Jahren Ausnahmezustand erschöpft, Kredite teurer, Banken restriktiver. Bei den momentan sich nahezu verdoppelnden Herstellungskosten lassen sich bei einem gleichbleibenden Produktionsbudget gerade mal noch 50 % des Outputs realisieren. Die Folge: Ein Hauen und Stechen im Markt um neue Ware. Lesen Sie dazu unsere Analyse zur Entwicklung auf dem Tomatenmarkt. Ob das gut geht? Mich stimmt das nachdenklich. Trotzdem gilt: Wir müssen dranbleiben, uns weiterentwickeln. Und ich versichere: Wir stehen als erfahrener Importeur an Ihrer Seite.

Thomas Schneidawind

Mandarin-Orangen:

STILLSTAND

„Seit Mitte Dezember wurde in China kaum mehr produziert“, berichten China-Insider gegenüber PMM, „die Fabriken zur Verarbeitung von Mandarinen stehen still“. Es fehle extrem an Mitarbeitern. Grund sei die Riesen-Coronawelle, die über das Land rollt, seitdem alle Regeln aufgehoben wurden. Lediglich in einer Fabrik würden die Bänder noch bis Ende Januar laufen, doch die Qualität der Rohware sei nicht mehr so gut. Zudem steht Chinese New Year vor der Tür (am 22. Januar). Bis zum Ende der Festivitäten am 3. Februar geht traditionell bei den Verarbeitern und in den Häfen kaum etwas. Höchst fraglich bleibt, wie es in Anbetracht der brisanten Corona-Lage in diesem Riesenreich weitergehen wird. Die Nachfrage ziehe bereits wieder an, erfahren wir. Unsere Gesprächspartner sorgen sich, woher die Ware kommen soll, wenn China nicht liefern kann. In Südeuropa sind keine Mengen mehr vorhanden, in der Türkei auch nicht, und die neue Ernte in Peru steht erst bevor. Die meiste Ware von dort wird allerdings hauptsächlich in den US-Markt verschifft.

Oliven / Artischocken:

LUXUS 1

Wassermangel beeinträchtigte in Spanien stark das Wachstum der Artischocken unter freiem Himmel. Jetzt kommt die Kälte hinzu, welche die Artischocken an der Spitze schwarz werden lässt. Entsprechend mager fiel bislang das Ernteergebnis in der Anfang Januar begonnenen Saison aus. Die meisten Artischocken gehen derzeit in den Frischemarkt, wo höhere Preise für das knappe Rohmaterial bezahlt werden. Entsprechend wenig Ware wird von der Industrie verarbeitet. Bauern und Verarbeiter hoffen nun auf Wetterbesserung und zusätzlichen Regen. Es dürfen jetzt auch keine Nachtfröste mehr kommen, denn die Saison läuft normalerweise noch bis März. Für höhere Preise auf jeden Fall dürften die steigenden Kosten im Bereich Energie sowie für Dosenmaterial sorgen.

Bietet sich Nordafrika als Alternative an?

In Tunesien war es ebenfalls zu trocken während der Wachstumsperiode von Artischocken, auch wenn es einige Farmer gibt, die ihre Bewässerung über Brunnen und Flüsse managen. Diese Mengen werden jedoch kaum ausreichen, um die Marktnachfrage zu befriedigen. Dosenpreise und Energiekostem sind auch dort Preistreiber. Unseren Informationen zufolge sieht es in Ägypten ähnlich aus. Deutlich wird: Die beliebten Mittelmeerprodukte Artischocken und Oliven bleiben teuer. Denn stolze Preise prägen auch den Olivenmarkt. Es gibt zu wenig Rohware und die Produktionskosten sind zu hoch. Aus Griechenland etwa – insbesondere vom Peloponnes mit der Hauptsorte Kalamata – wurde für diese Saison ein deutlich geringerer Ernteertrag gemeldet. Die knappe Verfügbarkeit von Tafeloliven führt außerdem dazu, dass die Ausbeute von Olivenöl bereits massiv sinkt, alleine in Spanien im Dezember um fast 50 %. Im Markt kündigen sich bereits deutliche Preissteigerungen für diesen Grundstoff in der Küche an.

Paul M. Müller ist jedoch ausreichend bevorratet, wer Ware benötigt, kann von unserer Seite aus mit Oliven und Artischocken in bester ADRIA-Qualität versorgt werden.

 

Tomaten:

POKER

Das Pokerspiel zwischen Bauern und Industrie bezüglich der Sommerernte 2023 hat begonnen. „Sowohl die italienischen Tomatenfarmer als auch jene in Spanien und Portugal haben hohe Vorstellungen von ihren Rohwarenpreisen“, hören wir aktuell von Verhandlungsteilnehmern. Wie das ausgeht, ist noch nicht abzusehen, man könne jedoch jetzt schon damit rechnen, dass die Ware und damit das Endprodukt im Vergleich zum Vorjahr teurer werden wird. Heikle Kostenfaktoren wie Energie, Verpackung etc. sind dabei noch gar nicht berücksichtigt. 

Die Bauern haben große Preiserwartungen für 2023, da sie gedanklich mit anderen Anbauprodukten spielen. Der Run auf Tomatenprodukte ist nach wie vor groß, nach dem Beschaffungsstress in den beiden vergangenen Saisons herrscht Aufholstimmung im Markt. Es gibt einige Restbestände (Pulpe, Passata) im Markt. Aber auch hier entpuppt sich China gerade als höchst unsicherer Versorger. Tomatenmark etwa bleibt Mangelware im Weltmarkt, aus Fernost kommt kaum Nachschub. Mitverantwortlich dafür sind die gleichen Umstände wie bei Mandarin-Orangen beschrieben (oben).

Kapern:

Luxus 2

Auch Kapern sind ein Lieblingsprodukt von uns: Warum? Weil diese Mittelmeer-Spezialität einfach köstlich und sehr vielseitig einsetzbar ist. Deswegen unterhalten wir bei Paul M. Müller ein großes ADRIA-Feinkostsortiment an Kapern im Glas: Wir bieten diese in folgenden Größen an: 720 ml (Kaliber: Hors caliberes, Fines, Capotes, Surfines und Nonpareilles sowie Kapernbeeren), 1000 ml (Kaliber Fines) und 2650 ml (Kapernfrüchte).

Damit die Profiküchen auch künftig mit diesen tollen ADRIA-Produkten beliefert werden können, behalten unsere Experten die Versorgungslage am Markt im Auge. Aktueller Trend: Der Ernte-Schwerpunkt verlagert sich von Marokko und Kirgistan nach Syrien. Mengenmäßig wächst derzeit der Ernteanteil von kleineren Kapernknospen, was für ein wenig Preisentlastung bei dieser Kapern-Größe sorgen sollte. Geringer fällt der Anteil größerer Kapernfrüchte (oder -beeren) aus.

PMM hat auf jeden Fall alles vorrätig, fragen Sie unsere Experten! Besonders hervorzuheben sind die praktikablen ADRIA-Twist-off-Deckel, die innen bedruckten Glasetiketten und die ansprechenden und stabilen Kartons, um den Inhalt vor Bruch ausreichend zu schützen.

 

Und wer noch mehr über Entstehung, Früchte und Kaliber von Kapern erfahren möchte, findet alles Wissenswerte dazu in unserem Glossar. Rezepte für zwei köstliche Kaperngerichte gibt es unter we-love-adria.com

Thunfisch:

Preise volatil

Die Preisentwicklung bei Thunfisch bleibt sehr volatil (s. Grafik). Die Notierung für Skipjack (SKJ) tendiert in Bangkok (BKK) nach einem Höhenflug von 1800 US$ derzeit zu einem Niveau von 1550 bis 1600 US$/t. Aus den Fanggebieten im Atlantik und Pazifik werden nach wir vor schwache Anlandungen gemeldet. Im Indischen Ozean hingegen gibt es eine gute Ausbeute (sowohl von Skipjack als auch von Yellowfin) und diese stützen momentan den moderaten Abwärtstrend in BKK. Marktkenner bezweifeln jedoch, ob sich der schwächere Preis halten wird.

Der Grund dafür liegt in den trüben Aussichten für das Hauptfanggebiet Westpazifik, wo nach Ende des dreimonatigen Fangverbots (FAD ban) keine Signale zu erkennen sind für bessere Fänge. Insider warnen daher, dass sich die Situation schnell wieder drehen kann. Die Nachfrage nach Rohware hält sich momentan in Grenzen, da die Hersteller in Thailand auf niedrigere Preise bei gefrorener Ware nach Ende des FAD bans setzen. Ob die spekulative Rechnung aufgeht, ist ungewiss.

Fakt ist auf jeden Fall, dass leicht sinkende Frachtraten ein wenig für Entspannung bei weiterhin hohen Material- und Verarbeitungskosten sorgen. Wir setzen unser ganzes Know-how ein, neue Ware unter den gegebenen Umständen zu beziehen. Fazit insgesamt: Eine Planung für das 1. Quartal ist jetzt empfehlenswert zumal die US-Währung aktuell etwas Rückenwind bietet. Fragen Sie unsere Profis bei PMM.

…Nachtrag aktuell: Im Fanggebiet Westatlantik gilt von Januar bis März 2023 ein FAD ban, der eine Trendwende nach oben sehr schnell unterstützen kann.

„Ich finde das schon ziemlich cool, was PMM bei Thunfisch für ein Rad dreht und wie hoch die Anforderungen im Ursprung für die ADRIA-Qualität sind. Dank der exzellenten Kontakte, die es zum Teil ja schon über Jahrzehnte hinweg gibt, arbeite ich mich sehr gut in die neue Materie ein und es macht auch noch einen Riesenspaß 😊. Vor allem auch, weil ich Martina noch bis ins nächste Jahr an meiner Seite habe. Ihre Megaerfahrung sauge ich förmlich auf.“

Sardellen:

außer Reichweite

Das Thema Sardellen bereitet echte Kopfschmerzen momentan: Der Markt für Dosenware ist nahezu ausverkauft. Nachschub aus Südamerika oder aus Marokko liegt buchstäblich in weiter Ferne. Das ist allerdings nicht nur durch die langen Transportwege begründet, sondern auch durch schwache Fänge.

Vor den Küsten Marokkos lagen die Erträge bis Ende September um 60 % unter dem Vorjahresniveau. Die nächste Saison startet zum März/April 2023, danach erst stellt sich heraus, ob sich die angespannte Lage verbessert. Aus Peru melden die Hersteller ebenfalls nur dürftige Rohwarenergebnisse. Vor allem aber sind die Meerestiere viel zu klein und können kaum verarbeitet werden. Kenner berichten, dass sich die Population dort erst erholen muss. Wir halten Sie informiert.

Tomaten:

Lieblingsprodukt

Tomaten sind ein Lieblingsprodukt von Paul M. Müller – neben Thunfisch, Oliven, Artischocken, Mais und mehr … 😉  Ein wenig Spaß muss sein in diesen Zeiten. Wir leben und lieben den Handel mit Qualitätslebensmitteln.

Umso genauer schauen wir uns das ganze Jahr über die Bedingungen, die Ernten und Märkte für die verschiedene Produktsegmente an. Jetzt also noch einmal gezielt bei Tomaten. Ein schwieriges und turbulentes Tomaten-Jahr vor allem in Südeuropa (Trockenheit/Wassermangel) neigt sich dem Ende zu. Im Ergebnis müssen wir einen Ernterückgang von 18 % auf 9,5 Mio. t Tomaten (2021: gut 11,5 Mio. t) verbuchen, die europaweit verarbeitet werden konnten. Der Run auf die hochwertige und beliebte Ware bleibt jedoch groß: „Die Nachfrage nach Tomatenprodukten ist nicht – wie von manchem erwartet – schon wieder eingebrochen“, erklärt ein langjähriger Insider gegenüber PMM, „im Gegenteil, sie ist weiter sehr hoch“. Industrie und Gastronomie würden nach wie vor viel und beste Ware suchen.

Wir fühlen uns dabei bestätigt, dass PMMs Tomatenprodukte unter ADRIA sowie ganz aktuell von der Trendmarke Paolo Rossi bestens in die Zeit passen. Denn die hohe Nachfrage insgesamt bezieht sich auf ganz Europa, wissen Marktbeobachter. Der Hunger nach Tomaten ist immer noch groß nach der entbehrungsreichen Zeit der Pandemie. So sehen wir weiterhin die typische Tendenz eines Verkäufermarkts, zumal die bevorstehende Tomatenernte in Chile ab Januar, die gut zu werden verspricht, kaum den Druck aus dem Markt nehmen dürfte. Der Grund: Der Großteil der Ernte 2023 werde wieder hauptsächlich in den US-Markt fließen, erfahren wir von Beteiligten. Paul M. Müller ist trotz allem bestens bevorratet, weil wir die Zeichen der Zeit für unser „Lieblingsprodukt“ rechtzeitig erkannt haben. Ein Wermutstropfen bleibt: Das Riesenproblem Tomatenmark, welches absolute Mangelware im internationalen Markt ist, wird nach unserem Kenntnisstand auch im kommenden Jahr bestehen bleiben. Aber auch auf diesem Feld versuchen wir als weltweiter Importeur Lösungen zu finden.

Artischocken:

werden verdrängt

Der Anbau von Weizen und Sonnenblumen (für Öl) verspricht ägyptischen Farmern aufgrund der aktuellen Welt(mangel)-Lage derzeit bessere Einnahmen. Also setzen viele Bauern darauf. Das lässt die Erntemenge von Artischocken aus diesem Ursprung in der laufenden Saison um gut 30 % schmelzen. Die schlechten Wetterverhältnisse in Spanien haben nach unseren letzten Informationen für eine verspätete Ernte mit weniger Ertrag gesorgt. Die Preisfindung ist noch nicht abgeschlossen. Wir halten Sie in Sachen Verfügbarkeit auf dem Laufenden.

Oliven:

weniger und teurer

Keine Entspannung im Olivenmarkt. In Spanien drücken auch in diesem Jahr steigende Produktions- und Materialkosten, Hitze und Wassermangel auf das Ernteergebnis und die Stimmung der Produzenten. Die Olivenbäume sind ausgelaugt, die Früchte vielfach zu klein. Für die Saison 2022/23 wird ein Einbruch (über alle Varietäten) von rund 36 % gemeldet. In der Folge verteuerten sich die Preise für Rohmaterial. Alleine für die begehrte Industriesorte Hojiblanca kletterte der Preis um rund 45 %. Aus dem Ruder laufen in Spanien die Materialkosten (Verpackung, Behälter, Metall …).

Anbieter von Leergläsern beispielsweise verlangen seit 1. Oktober einen Aufschlag von 20 %. Ökonomische und politische Kapriolen (neue Steuern) verunsichern die Produzenten zusätzlich. Rohmaterial aus Ägypten wird zumindest bei grünen Oliven kaum eine Alternative sein. Warum nicht? Der Ernte-Output der Sorte Aziz (entspricht den spanischen Sorte Gordal) liegt knapp 60 % über dem Vorjahr – das ist allerdings immer noch fast drei Mal weniger als in guten Erntejahren. Andere Varietäten lassen die Olivenbauern am Nil am Baum länger hängen, da sie auf höhere Preise für sich daraus entwickelnde schwarze Naturoliven setzen. Und was macht Griechenland? Den Ernteverlauf behalten wir derzeit genau im Blick. Wir hören vorerst, dass sich dort ein zufriedenstellendes Ergebnis abzeichnet.

Ananas:

gut und viel

Die Lage im wichtigsten Ananas-Ursprung Thailand zum Jahresende stimmt uns zuversichtlich. Erstens, weil der hohe Rohwarenpreis im Frühjahr von zwischenzeitlich fast 8 Thai Baht/kg einen deutlichen Rückwärtsgang eingelegt hat. Und zweitens, weil der Zuwachs an Ananas für die verarbeitenden Fabriken 2022 laut thailändischem Industrieverband TFPA plus 14 % im Vergleich zum Vorjahr betragen wird. Damit erreichen die Verarbeiter in diesem Jahr über 1,25 Mio. t frische Ware (2021: rund 1,1 Mio. t). Das beinhaltet bereits die Mengen aus der laufenden Winterernte, die im Oktober startete und noch bis Februar 2023 läuft.

Im Jahresdurchschnitt 2022 erhielten die Bauern 6,35 Thai Baht/kg (2021: 6,20 Thai Baht/kg), hat die TFPA errechnet. Die Qualität der Früchte sei sehr gut, ergänzen Marktkenner, und sind für alle Verarbeitungszwecke in der Dose (auch Choice Ware) bestens geeignet. Aktuell ist die Nachfrage nach Dosen-Ananas noch gering, mehr gesucht werde momentan Saftkonzentrat, ist von Marktteilnehmern zu hören. Ab Dezember erwarten sie jedoch einen verstärkten Run auf Dosen-Ananas. PMM hat sich gut darauf vorbereitet. Fragen Sie uns!

„Mehrweg kommt bei jungen Leuten gut an“

– Daniela Ziegler
Nachhaltigkeit to go: Seit dem 1. Januar gilt die Mehrwegpflicht. Oder – besser gesagt: „Die Mehrwegangebotspflicht“, wie Daniela Ziegler vom Bayerischen Hotel- und Gaststättenverband DEHOGA betont. Gerade bei jungen Menschen fällt eine Kaufentscheidung für einen Gastronomiebetrieb, wenn dieser Mehrweggeschirr anbietet, weiß die Geschäftsführerin des Fachbereichs Gastronomie.

PMM
Frau Ziegler, die neue Mehrwegangebotspflicht: Fluch oder Segen?

Daniela Ziegler

Ganz so neu ist das Thema an sich nicht. Ich beschäftige mich schon seit 2020 damit, weil es u.a. im Stadtrat München einen runden Tisch gab. Die Pandemie hat die Vermüllung mit Take-away-Boxen im öffentlichen Raum verdeutlicht. Ein Segen ist, dass nun auch die großen Fast-Food-Konzerne Mehrweg nutzen und damit der Gast es öfter sieht.

Wie reagieren die Gäste?
Gemischt. Wenn der Service es gut dem Gast erklärt, nehmen es mehr Menschen dankbar und bewusst an. Ich höre immer wieder, dass Senioren lieber die Einwegschale oder die Alufolie behalten würden. Junge Leute leben mehr umweltbewusst – und ich habe das Feedback bekommen, das Angebot von Mehrweg dafür sorgt, dass sie sich für ein ganz bestimmtes Restaurant sogar entscheiden. Auch die Social-Media-Arbeit der Hersteller macht die Menschen gut aufmerksam dazu.

Welche Kosten sind auf die Gastronomen aufgrund der neuen Regel zugekommen?
Das ist unterschiedlich. Der Gastronom kann sich selbst ein System anschaffen oder auf die etablierten Poolsysteme (z. B. reCircle, Recup oder vytal) zurückgreifen. Die Erstanschaffung, die Listung im System oder auch monatliche Gebühr kostet zwischen 45 und 100 Euro bei den Poolanbietern. Es differenziert zwischen Pfandsystem und Systemen mit QR-Code für den Kunden. Manche Hersteller nehmen Gebühren für die Befüllung. Wir haben drei Partner unter den Poolsystemen, die sich die Mitglieder auswählen können.

Wo gibt es Potential?
Bei den Rücknahmestellen und optische Werbung für den Kunden. Auch hier begleiten wir ein Projekt mit dem Mehrwegverband damit wir noch mehr Anlaufstellen für Konsumenten schaffen, um die Gefäße zurückzugeben. Einige Gastronomen wollen eigene Systeme anschaffen und nicht die Poolsysteme der etablierten Hersteller wie Recup benutzen. Damit wird aber das eigentliche Ziel nicht erreicht. Denn die Mehrwegbehälter sollen zwischen Gastronomen und Gästen rotieren und Insellösungen sind da nur regional für diesen Gastronomen hilfreich.

Wie gehen Sie selbst mit der Mehrwegpflicht um?
Wann immer es geht, nehme ich Mehrwegboxen beim Gastronomen mit. Ich schaue auf die mobile App des Poolanbieters und sehe, welche Restaurants dabei sind. Ich möchte nicht nur den Hausmüll reduzieren, sondern auch mit meinem kleinen Beitrag das Klima schützen. Aber natürlich gehe ich noch lieber in ein Restaurant zum Essen und verweile dort. Die Pandemie hat uns zu Take-away gezwungen, das ist zum Glück vorbei.

Info:
Daniela Ziegler hat einen Leitfaden für Gastronomen entwickelt, zudem gibt es auf https://www.dehoga-bayern.de FAQs und im Gastronomie-Bereich Infos auf der Unterseite Mehrweg.

Neuer Messekalender mit aktueller Berichterstattung

Wirklich weg?

Martina Schulke, unsere hoch geschätzte Mitarbeiterin und Spezialistin für die Produktkategorie Thunfisch und Sardellen geht Ende Februar in den Ruhestand – wohlverdient selbstverständlich nach 48 Arbeitsjahren, davon knapp 11 Jahre lang bis jetzt in Paul-M.-Müller-Diensten. Das gesamte PMM-Team ist „dankbar für ihre Expertise, ihre gute Laune und Hilfestellung zu jeder Zeit“. Aber wir sind sicher, dass Martina, eine echte Berlinerin, die seit 1992 auch die Luft in Bayern genießt und hier bleibt, ihre PMM-Familie so schnell nicht vergessen wird. Übrigens: Nachfolgerin von Martina – und von ihr bestens eingearbeitet – ist bei uns Eve-Florence Gölz. Wir werden demnächst noch ein ausführliches Gespräch mit ihr führen.   

Moin Hamburg!

… sagten unsere Mitarbeiter Sarah Weitzbrich, Eve-Florence Gölz, Martina Schulke und Samuel Märten jüngst und waren schwer beeindruckt, als sie PMMs Lagerhalter Unisped an der Waterkant einen Besuch abstatteten. „Ganz schön viel Handarbeit noch dabei, wenn die Container ausgeladen werden“, meinte Sarah. Eine Runde Gabelstapler-Fahren gehörte natürlich auch zum Programm. Paul M. Müller zeigt seinem Nachwuchs den Wareneingang live – damit auch die jungen Mitarbeiter immer den richtigen Überblick behalten.

Wir helfen ...

bei der Münchner Tafel. Mit Lebensmittelspenden für bedürftige Mitbürger in der bayerischen Landeshauptstadt. Die gemeinnützige Vereinigung von einer großen Anzahl an engagierten ehrenamtlichen Helfern unterhält seit vielen Jahren 28 Ausgabestellen in München. Insgesamt sechs Paletten mit einigen tausend Dosen an Schäl- und Pizzatomaten sowie diversen anderen Artikeln übergab PMM-Chef Thomas Schneidawind soeben an den Cheflogistiker der Tafel, Matthew Scheer. Beide freuten sich riesig über die noch kurzfristig gelungene Aktion. PMM hilft … gerne und immer wieder.

DIE WIESN-Laune ...


… lassen wir uns nicht nehmen. Lederhosen an, den Schnurrbart gestutzt, das Dirndl übergestreift und gute Laune eingepackt – auf geht´s am 17. September zum größten Volksfest der Welt. Nach zweijähriger Corona-Pause findet das Oktoberfest in München endlich wieder statt (bis 3. Oktober). Paul M. Müller ist traditionell natürlich dabei.

Wir freuen uns drauf und auf unsere treuen Gäste!

PMM stark:

als Dachmarke

Apropos seinen eigenen Weg gehen: Paul M. Müller (PMM) wird als neue Dachmarke durchstarten, natürlich unter der gleichen Domain natürlich paulmmueller.com, aber mit komplett neuem Look & Feel. Der Relaunch ist gerade in vollem Gange. Die Bereiche Service und Info werden laufend ausgebaut. Unsere begehrte Wissensreihe „PMM-College“ ist sofort präsent. Und es kommt noch besser: Unter dem Dach von PMM positionieren wir besonders eindrucksvoll unsere Marken: Den Start macht unsere beliebte Eigenmarke ADRIA. Seien Sie gespannt, was da alles auf Sie zukommt!

Logistik:

schnell sein

Im August ist in Italien traditionell Ferienzeit, Mitte des Monats (am 15. 8.) wird außerdem Ferragosto (Mariä Himmelfahrt) gefeiert. Speziell in der Woche davor und danach (KW 32-34) wird es kaum LKW-Verladungen geben. Laderaum ist ein wertvolles Gut in dieser seit Wochen ohnehin angespannten, schwierigen Situation (weniger LKW, weniger Fahrer, hohe Spritkosten). Geben Sie uns Ihre nächsten Bestellungen rechtzeitig auf, und wir kümmern uns darum, dass alles termingenau geliefert wird!

IFS Broker:

Gratulation!

Die Geschäftsführung von Paul M. Müller gratuliert seinem Team von der Qualitätssicherung (vlnr: Oliver Munz, Jacqueline Neyra Rivera de Ofner, Sonja Urban), das soeben erfolgreich die Zertifizierungsanforderungen nach „IFS Broker“ Version 3.1, 2021 auf Higher Level bestanden hat. „Wir sind stolz auf unsere engagierten Mitarbeiter“, freuen sich die beiden PMM-Chefs Thomas Schneidawind und Fabian Kretschmer.

Good News:

...von unserer Lagerlogistik

Peperoni-Lombardi-Ringe von ADRIA (Dose: 4250 ml) sind endlich wieder verfügbar! Wer weiterhin lieber selber schneiden will in der Küche, der darf gerne immer noch ganze Peperoni-Schoten in bester ADRIA-Qualität (Dose: 4250 ml) bei uns bestellen. Wir haben jetzt endlich wieder beides vorrätig.

 

PMM Community

Sie möchten uns eine Geschichte erzählen oder Erfahrungen aus der Branche mit uns teilen? Sie haben Feedback oder Kritik für uns? Fotos oder Stories? Wir möchten Sie einladen, den PMM-Marktbericht aktiv mitzugestalten, und wir freuen uns über jeden Beitrag, jede Anregung und jede Kritik. DANKE, dass Sie sich die Zeit zum Lesen genommen haben und ein Teil unserer PMM Community sind.

Ihr von Paul M. Müller

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