Ausgabe November 2025

27.11.2025

Es gibt Wochen, da läuft alles gleichzeitig. Termine jagen einander, der Kopf ist voll. Und genau dann passieren diese Begegnungen, die einen kurz aus dem Hamsterrad holen – weil sie daran erinnern, warum wir diesen Job machen.

So ging es mir in der vergangenen Woche in Hamburg. Der italienische Hersteller Mutti hat dort ein kleines, aber eindrucksvolles Dinner inszeniert – mit Licht, Klang und einer Bühne für etwas, das auf den ersten Blick schlicht wirkt: Tomaten. Und doch war es weit mehr als eine Produktshow. Es war eine Lektion darüber, wie aus einem Grundnahrungsmittel eine Marke wird, die Menschen berührt. Eine Love Brand, die Vertrauen aufgebaut hat: durch echtes Storytelling, durch respektvollen Umgang mit Produzent:innen, durch Nachhaltigkeit – sichtbar etwa mit der „Goldenen Tomate“, die Mutti am Ende jeder Ernte an die besten Bauern vergibt.

Warum erzähle ich Ihnen das? Weil es eine gute Nachricht ist. Und weil es zeigt, dass auch in einem Markt, in dem wir oft hart verhandeln, andere Wege möglich sind. Wege, die Mehrwert schaffen – für Konsument:innen, für Partner, für eine ganze Kategorie. Mutti ist in den letzten Jahren enorm gewachsen. Nicht, weil Tomaten plötzlich sexy geworden sind, sondern weil Menschen spüren, wenn Marken ehrlich sind. Dann kaufen sie nicht nur ein Produkt, sondern ein Stück Überzeugung – und vielleicht sogar ein wenig Stolz.

Für uns war der Abend auch deshalb besonders, weil Mutti seit Jahren fester Teil unseres Sortiments ist. Unsere Partnerschaft basiert auf dem, was im Alltag zählt: Verlässlichkeit, Vertrauen und der Wille, gemeinsam weiterzugehen. Gerade in Zeiten, in denen so vieles flüchtig wird.

Und damit bin ich bei dem, was mich derzeit besonders beschäftigt: Unsere Branche lebt von Menschen. Von Verbindungen, die man nicht nur in Calls erzeugt, sondern an Tischen, in Hallen, in echten Gesprächen. Auf Messen wie der Anuga, bei Branchenabenden, manchmal auch zwischen Tür und Angel. Wenn ich zurückblicke, bleiben nicht die perfekt getakteten Prozesse in Erinnerung, sondern die Kontakte, aus denen manchmal sogar Freundschaften werden. „Einmal Lebensmittel, immer Lebensmittel“, sagt man – und das stimmt, weil man diese Welt nicht nur versteht, sondern fühlt. Man kann sie riechen, schmecken, anfassen. Emotionen sind kein „Add-on“, sondern der Kern unseres Geschäfts.

Natürlich läuft nicht alles leicht. Lieferketten müssen robuster werden, Großkunden stellen höhere Anforderungen, Nachhaltigkeit ist längst kein Modewort mehr, sondern knallharte Erwartung. Aber ich spüre: Wir entwickeln uns weiter. Wir lernen, wir investieren, wir suchen Lösungen – in der Industrie, im Großhandel, in der Gastronomie und in unserem Team von Paul M. Müller.

Was nehme ich also mit in diese vorweihnachtlichen Wochen? Vor allem Zuversicht. Und den Wunsch, dass wir das Menschliche nicht aus dem Blick verlieren – weder im Geschäft noch im Miteinander. Mit guten Gedanken und voller Optimismus für das neue Jahr wünsche ich Ihnen und Ihren Familien eine schöne, friedliche Vorweihnachtszeit, erholsame Festtage und nur das Beste für 2026.

Herzlichst,
Ihr Thomas Schneidawind

Oliven:

Ägypten stabil – Spanien mit gemischten Aussichten

In Ägypten hat die Oliven-Ernte begonnen – und die ersten Rückmeldungen fallen sehr positiv aus. Die Verfügbarkeit ist stabil, die Qualität gut. Für den Exportmarkt wurden Sorten geerntet, die sich besonders gut verarbeiten lassen. Die Erträge liegen im erwarteten Bereich, sodass die Versorgung für die nächsten Monate gut abgesichert ist.

In Spanien zeichnet sich ein gemischtes Bild ab. Manzanilla bewegt sich mit einer Prognose von rund 140.000 Tonnen knapp unter dem Vorjahr, die Verfügbarkeit gilt jedoch als solide. Gordal erreicht voraussichtlich 25.000 Tonnen, allerdings mit vielen kleineren Kalibern. Herausfordernder ist die Situation bei Hojiblanca, wo nur ca. 223.000 Tonnen erwartet werden – deutlich weniger als 2024. Auch Cacereña (42.000 t) und Carrasqueña (45.000 t) zeigen zwar hohen Behang, allerdings beeinträchtigt der fehlende Regen zunehmend die grüne Qualität, sodass mehr Früchte in die Ölproduktion gehen dürften. Entsprechend ist in mehreren Segmenten mit stabilen bis leicht anziehenden Preisen zu rechnen.

Artischocken:

Gute Prognosen

Die Produzenten in Ägypten gehen mit vorsichtigem Optimismus in die neue Artischocken-Saison: Die Nachfrage aus dem Ausland ist weiterhin hoch, und Ägypten sieht sich als verlässlicher Anbieter im frühen Jahresverlauf. Herausfordernd bleiben jedoch steigende Produktions- und Logistikkosten sowie Währungsschwankungen, die sich auf die Kalkulation auswirken können. Insgesamt sind die Erwartungen an Qualität und Verfügbarkeit aber positiv.

Aus Spanien kommen positive Signale für die bevorstehende Erntesaison. Die Produzenten berichten von einer Ausweitung der Anbauflächen um rund 5 bis 10 Prozent, unterstützt von bislang milderen Temperaturen in den wichtigsten Regionen. Insgesamt wird deshalb mit einer stabilen Verfügbarkeit gerechnet, zumal erste Chargen bereits verarbeitet wurden. Die Kostenstruktur bleibt angespannt, doch sofern das Wetter weiter mitspielt, könnte sich die Preislage moderat und ohne größere Ausschläge entwickeln.

Zitrusfrüchte:

Der Markt im Umbruch – Qualität, Preise, Politik

In China wird für die Saison 2025/26 eine insgesamt sehr große Mandarinenernte erwartet. Durch die lange Hitze- und Dürreperiode ist der Anteil an Früchten mit „Sonnenbrand“ jedoch deutlich gestiegen. Viele Früchte sind verformt oder optisch geschädigt und damit nicht für die Konservenproduktion geeignet. Trotz der hohen Gesamternte steht der Industrie deshalb kaum mehr nutzbare Rohware zur Verfügung als in der Saison 2024/25.

Die Produktionssaison fällt 2025/26 länger aus, da das chinesische Neujahrsfest erst am 17. Februar 2026 stattfindet – deutlich später als 2025. Dadurch verlängert sich die Verarbeitung auf rund 110 Tage, etwa 19 Tage mehr als im Vorjahr. Insgesamt wird ein Produktionsvolumen von rund 40.000 Tonnen erwartet. Einige Werke in Anhui und Shandong verfügen zudem über neue oder modernisierte Anlagen, was die Verarbeitungskapazitäten erhöht. Die Kosten für Rohware, Zucker, Dosen und Verpackungsmaterialien entsprechen in etwa dem Vorjahresniveau.

Unterm Strich bleibt die nutzbare Rohware trotz großer Ernte kaum höher als im Vorjahr – die Verfügbarkeit ist stabil, aber nicht überdurchschnittlich. Aufgrund der anhaltenden Wetterbedingungen wird zudem erwartet, dass die Preise kurzfristig anziehen.

Aus Spanien erreicht uns die Nachricht, dass der Pack am 12. November begonnen hat. Die Produkte sollen bis Mitte Januar verarbeitet werden – eine normale, solide Saison.

Auch die Mandarinen-Ernte in der Türkei fällt in diesem Jahr sehr gut aus. Die Öffnungspreise waren zunächst hoch, sind jedoch schnell gefallen. Aktuell liegt die Rohware auf einem historischen Tiefstand, womit die Türkei preislich unter China und Spanien liegt. Einige Einkäufer bleiben dennoch bei chinesischer Ware, da sie deren Qualität weiterhin höher einschätzen. Der Markt gilt insgesamt als stabil, auch weil das Verhältnis von Euro zur Türkischen Lira derzeit kaum Schwankungen zeigt.

Bei Orangen und Grapefruit ist die Lage in der Türkei umgekehrt: Die Ernteerwartungen sind schlechter, es steht weniger Rohware zur Verfügung und die Preise liegen entsprechend höher. Während bei Mandarinen die Rohware fast so günstig ist wie der Transport zur Fabrik, dominieren bei Orangen und Grapefruit die deutlich höheren Rohwarenkosten. Trotz dieser Unterschiede können die Produzenten eine verlässlich gute Qualität auf Vorjahresniveau zusichern.

Die Europäische Union hat eine Auslaufüberprüfung der Antidumpingmaßnahmen auf bestimmte zubereitete oder haltbar gemachte Zitrusfrüchte – insbesondere Mandarinen aus China – eingeleitet. Grundlage war ein Antrag vom 21. Juli, der nach Einschätzung der Kommission ausreichende Hinweise auf fortbestehendes Dumping und mögliche Schädigungen der EU-Industrie lieferte. Die Untersuchung umfasst den Zeitraum 1. Oktober 2024 bis 30. September 2025 und soll innerhalb von 12 bis 15 Monaten abgeschlossen werden (Oktober bis Dezember 2026). Bis zum Abschluss bleiben die bestehenden Antidumpingmaßnahmen in Kraft.

Äpfel:

Ernte fällt europaweit größer aus

Gute Nachrichten vom Apfelmarkt: Die Qualität der diesjährigen Tafelware ist in Italien außergewöhnlich gut. Europaweit wird zudem ein Ernteplus von rund acht Prozent gegenüber dem Vorjahr erwartet. Die Ernte ist fast abgeschlossen; lediglich die Sorte Cripps Pink (Pink Lady) steht noch aus. Für die Industrie-Schälware zeigt sich der Markt stabil. Die Preise sind nur leicht zurückgegangen, da die Qualitäten gut sind, viel Ware eingelagert wurde und der Rohwarenfluss dem üblichen Niveau entspricht. Es gibt weder Überhänge noch Engpässe. Der moderat sinkende Rohwarenpreis wirkt sich zudem auf die Preise für Dunstäpfel aus. Schon früh in der Saison war ein leichter Preisrückgang erkennbar – die Preise an die gesunkenen Rohwarenkosten wurden angepasst. Auffällig ist in diesem Jahr der frühe Abschluss größerer Jahresverträge. Vermutlich haben die hohen Preise anderer Fruchtkonserven dazu beigetragen, schnell einen klaren Marktpreis zu finden. Insgesamt präsentiert sich der Markt stabil – und die Branche zeigt sich zufrieden mit dem Saisonverlauf.

Hülsenfrüchte:

Kichererbsen am Tiefpunkt, Kidneybohnen unter Druck

Die Preise für Kichererbsen scheinen ihren Tiefpunkt erreicht zu haben. Marktteilnehmer berichten, dass die Quotierungen derzeit kaum noch weiter nachgeben dürften. Aus Kanada kommen zurückhaltende Einschätzungen: Das Saisonende fiel schwach aus, wodurch nur noch begrenzte Restmengen zur Verfügung stehen. In den USA bewegen sich die Preise auf einem höheren Niveau. Argentinien bleibt zwar der preislich attraktivste Ursprung, allerdings vor allem im Bereich der kleineren Kaliber.

Der Markt für rote Kidneybohnen zeigt ein gemischtes Bild. Unser Partner berichtet, dass die Ernte in den USA abgeschlossen ist und prozentual höher ausfiel als im Vorjahr – das spiegelt sich bereits in den Preisen wider. Aktuell liegt die Herausforderung jedoch in der Logistik: Der Hafen von Montreal ist stark überlastet, was zu Verzögerungen bei den Verschiffungen führt. Wir beobachten die Entwicklung und informieren Sie, sobald neue Einschätzungen vorliegen.

„Zertifizierungen sind immer eine Teamaufgabe“

- Florian Stadler
Wenn in der Lebensmittelbranche alles reibungslos läuft, fällt das kaum auf. Doch hinter jeder Dose Tomaten und jedem Lieferantenkontakt steckt ein komplexes System, das absolute Präzision verlangt. Qualitätsmanagement (QM) ist dabei meist unsichtbar – aber entscheidend. Florian Stadler begleitet Unternehmen durch Zertifizierungen wie den IFS Broker Standard, erkennt Risiken früh und übersetzt komplexe Anforderungen in praktikable Lösungen – auch bei Paul M. Müller ist er seit Jahren beratend tätig. Im Gespräch erklärt er, warum Zertifizierungen immer eine Teamaufgabe sind, weshalb QM weit über eine einmalige Prüfung hinausgeht – und wie schon kleine Abweichungen große Auswirkungen haben können.

Herr Stadler, Zertifizierungen nehmen in der Lebensmittelbranche seit Jahren an Bedeutung zu. Warum sind sie heute so wichtig – und für Unternehmen wie Paul M. Müller unverzichtbar?
Zertifizierungen sind heute vor allem deshalb unverzichtbar, weil sie eine klare Kundenanforderung sind. Der Einzelhandel hat diese Standards entwickelt, um über die gesetzlichen Vorgaben hinaus zusätzliche Kontrollen einzuführen und die Umsetzung unabhängig prüfen zu lassen. Gerade im Lebensmittelbereich gibt es zahlreiche kritische Kontrollpunkte – von der Herkunft über die Verarbeitung bis hin zur Ankunft der Ware in der EU. Den Kunden ist es deshalb enorm wichtig, dass in der gesamten Lieferkette nachweislich hohe Standards eingehalten werden.

Ist die Zertifizierung eher Pflicht oder Kür?
Ganz klar Pflicht. Kaum ein Broker kann heute ohne Zertifizierung am Markt bestehen. Selbst bekannte Markenhersteller lassen sich zertifizieren, weil der Einzelhandel das erwartet – unabhängig vom Namen oder der Größenordnung. Zertifizierung ist die absolute Mindestanforderung.

Viele Unternehmen tun sich dennoch schwer mit dem Einstieg. Welche Fehler sehen Sie dabei am häufigsten?
Der häufigste Fehler ist ein zu kurzer Vorbereitungszeitraum. Viele beschäftigen sich erst spät mit dem Thema oder verschieben Anforderungen immer wieder. Bei Paul M. Müller war das anders: Dort hat man früh begonnen, Beratung geholt und sich über ein Jahr lang gezielt auf die erste Zertifizierung vorbereitet. Das sorgt für Stabilität und Nachhaltigkeit im System.

Wann ist ein Unternehmen bereit für eine Zertifizierung?
Das hängt stark von der Ausgangssituation ab. Wenn ein Unternehmen bereits ein funktionierendes QM-System hat, reichen drei bis sechs Monate aus. Andere müssen erst Mitarbeitende finden, Prozesse definieren oder Spezifikationen aktualisieren. Grundsätzlich gilt: Je früher man beginnt, desto entspannter und nachhaltiger wird der Zertifizierungsprozess.

Welche Rolle spielen gute Mitarbeitende im Qualitätsmanagement?
Eine zentrale QM und QS leben davon, dass Menschen das Thema wirklich mit Leidenschaft betreiben. Es ist ein Bereich, der ständige Fortbildung erfordert – es kommen ständig neue Themen wie Nachhaltigkeit, Lieferketten oder internationale Gesetzesänderungen hinzu. Und man trägt viel Verantwortung: Qualitätsmanagement verdient zwar kein Geld, aber ohne Zertifizierung steht im schlimmsten Fall die Existenz eines Unternehmens auf dem Spiel.

Wie haben sich die Anforderungen in den letzten Jahren verändert?
Sie sind deutlich komplexer geworden. Es gibt mehr Fragen, mehr Nachweise, mehr Dokumentationspflichten. Jedes Jahr kommt etwas hinzu – und selten fällt etwas weg. Das entspricht zwar dem Gedanken der kontinuierlichen Verbesserung, führt aber auch dazu, dass Unternehmen unter Druck geraten, ständig „noch mehr“ vorweisen zu müssen.

Gibt es typische Missverständnisse rund um QM und Lebensmittelsicherheit?
Ja, zwei besonders große. Erstens: dass QM die Aufgabe einer einzelnen Person sei. Das stimmt nicht. Ein gutes QM-System funktioniert nur, wenn alle Abteilungen eingebunden sind. Zweitens: dass QM nur Geld kostet und wenig bringt. Dabei sichert es den langfristigen Erfolg eines Unternehmens. Ohne stabile Prozesse gibt es keine stabile Zukunft.

Woran erkennen Sie, ob ein Betrieb qualitätsstark ist?
Sehr schnell an den Unterlagen. Wir sehen zuerst Dokumente – und deren Qualität verrät viel. Sind sie aktuell, vollständig und konsistent? Oder wirken sie veraltet, unsauber und widersprüchlich? Anhand dieser ersten Eindrücke kann man sehr gut einschätzen, wie professionell ein Unternehmen arbeitet.

Sie sprechen vom „pragmatischen Qualitätsmanagement“. Was bedeutet das genau?
Pragmatisches QM heißt: Anforderungen erfüllen, aber nicht unnötig verkomplizieren. Nicht jede Maßnahme muss zur wissenschaftlichen Abhandlung oder Doktorarbeit werden. Ein gutes System wächst über die Jahre – es beginnt pragmatisch und entwickelt sich kontinuierlich weiter. Als Beratung bringen wir erprobte, verständliche Lösungen mit, die sofort funktionieren. Das spart Zeit und Nerven und sorgt dafür, dass die Vorgaben auch im Alltag umgesetzt werden können.

Welche Rolle spielen Ihre Erfahrung und Ihr Blick in viele unterschiedliche Audits?
Eine große. Durch die Vielzahl an Audits, die wir jährlich begleiten, sehen wir Trends, Schwerpunkte und unterschiedliche Auslegungen. Unternehmen haben meist ein Audit pro Jahr – wir sehen Dutzende. Diese Erfahrung geben wir direkt an unsere Kunden weiter, auch an Paul M. Müller.

Viele Mitarbeitende sind vor Audits nervös. Wie würden Sie das Verhältnis zwischen Unternehmen und Auditor beschreiben?
Im Idealfall partnerschaftlich. Ein Audit ist kein Gegeneinander, sondern ein strukturiertes Verfahren. Meist läuft es gut bis sehr gut, fast immer gibt es kleine Punkte zur Verbesserung. Nur in seltenen Fällen wird eine Zertifizierung verweigert, etwa wenn ein schwerwiegender Fehler auftritt. Insgesamt ist die Atmosphäre aber konstruktiv – selbst bei unangekündigten Audits.

Welche Trends werden das Qualitätsmanagement in den nächsten Jahren prägen?
Vor allem gesetzliche Vorgaben, Nachhaltigkeitsthemen und Kundenanforderungen. Dazu kommen zwei große Treiber: Digitalisierung und Künstliche Intelligenz. Beides wird genutzt, um Daten schneller auszuwerten und effizienter zu arbeiten.

Wie realistisch ist der Einsatz von KI im Qualitätsmanagement heute?
Als Unterstützung sehr realistisch – als Entscheiderin nicht. KI kann große Datenmengen sortieren, Analysen auswerten oder Reklamationen clustern. Aber die Verantwortung liegt immer beim Unternehmen. Für rechtssichere Entscheidungen braucht es weiterhin Fachwissen und Menschen, die ihren Namen daruntersetzen.

Was macht die Zusammenarbeit mit Paul M. Müller für Sie besonders?
Das Zusammenspiel aus Professionalität, Offenheit und echter Zusammenarbeit. Die Geschäftsleitung investiert in Mitarbeitende und Prozesse, ist bei Audits präsent und steht hinter dem Thema Qualitätsmanagement. Das macht die Kooperation seit Jahren sehr angenehm – und sorgt dafür, dass Audits verlässlich stressfrei und sehr gut bestanden werden.

Zur Person:
Florian Stadler ist Qualitätsmanagementberater mit Schwerpunkt Lebensmittelsicherheit und IFS Zertifizierungen. Er studierte Lebensmitteltechnologie und arbeitete viele Jahre im Beratungsunternehmen seiner Mutter, Christa Stadler, die 2003 den Grundstein für die heutige Spezialisierung legte. Seit über fünf Jahren ist er freiberuflicher QM-Berater und begleitet europaweit Unternehmen bei der Einführung, Weiterentwicklung und Auditierung von Qualitätsmanagementsystemen. Zu seinen Kerngebieten zählen: IFS, Lebensmittelsicherheit & Auditvorbereitung, Risiko- und Krisenmanagement (u. a. Rückrufe), Lieferantenzulassung & internationale Anforderungen, Aufbau pragmatischer QM-Systeme, die im Alltag funktionieren. Weitere Infos finden Sie hier.

Anuga und Alles für den Gast:

Messen voller Begegnungen

Anuga 2025 – was für ein Messeerlebnis (siehe Foto)! Fünf Tage voller Energie, Begegnungen und Ideen – und wir mittendrin auf der größten Anuga aller Zeiten: 8.000 Aussteller aus 110 Ländern, 145.000 Fachbesucher:innen aus über 190 Nationen bedeuteten ein echtes Rekordjahr. Erstmals traten wir gemeinsam mit unseren Partnern Ekrem Cakir von der ECO Gastrohandels GmbH (Österreich) sowie Jörgen Bodewes und Danny Koedijker von Mediterranean Food (Benelux) auf – ein Zeichen für unsere internationale Zusammenarbeit. Unser Motto „Chefs can“, die neue Adria-Website und viele persönliche Gespräche sorgten für Begeisterung und zahlreiche spannende Kontakte. Auch auf der „Alles für den Gast“ in Salzburg wurde erneut deutlich, wie wichtig echte Begegnungen für unsere Branche sind – denn was persönlicher Austausch auslöst, lässt sich nicht digital ersetzen. Ein herzliches Danke an alle, die vorbeigeschaut, probiert und mit uns Pläne geschmiedet haben. Wir nehmen viel Inspiration, neue Ideen und echte Vorfreude mit – auf alles, was jetzt kommt!

Jubiläum:

70 Jahre – und kein bisschen müde

Feste soll man feiern, wie sie fallen – und 2026 gibt es bei uns Grund genug: Paul M. Müller wird 70 Jahre alt. Seit 1956 stehen wir für Qualität, Verlässlichkeit und echte Partnerschaft in der Lebensmittelbranche. 2026 feiern wir sieben Jahrzehnte voller Ideen, Wachstum, Markenarbeit – und vor allem: Menschen, die mit uns diesen Weg gehen. Mehr dazu in den kommenden Monaten.

Jahresende 2025:

Wichtige Logistik- und Bestellfristen

Damit Ihre Waren rund um Weihnachten und den Jahreswechsel pünktlich und zuverlässig ankommen, beachten Sie bitte diese Termine: Unser Zentrallager in Neu Wulmstorf ist vom 24.–26.12., am 31.12. sowie am 1.1. geschlossen. Bestellungen für Lieferungen in KW 51 sollten bis spätestens 10.12. (Mittag) eingehen. In KW 2/2026 kann es aufgrund des Feiertags Heilige Drei Könige (6.1.) zu Verzögerungen kommen. Bitte beachten Sie außerdem die Winterferien unserer Lieferanten in Italien, Spanien, Portugal und Ungarn vom 18.12. bis 9.1. sowie die zusätzliche spanische Schließzeit vom 5.–12.12. Unser Team ist an lokalen Feiertagen wie gewohnt in Notbesetzung erreichbar.

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Ihr von Paul M. Müller

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